Über den Künstler

Istvan Seidel bewegt sich zwischen den Welten — zwischen Licht und Schatten, zwischen dem Sichtbaren und dem, was jenseits der Wahrnehmung liegt. Als Lichtkünstler erforscht er die verborgenen Strukturen, die allem Lebendigen zugrunde liegen.

Seine Arbeit wurzelt in den großen Farbdenkern der Geschichte: in Goethes Überzeugung, dass Farbe kein physikalisches Phänomen ist, sondern ein lebendiges Wechselspiel zwischen Licht, Dunkel und dem menschlichen Auge. In Schopenhauers Erkenntnis, dass Farbe eine Aktivität der Netzhaut ist — ein subjektiver Akt der Wahrnehmung, der Wirklichkeit erst erschafft.

Ideologisch steht Seidel Walter Russell nahe, der Licht nicht als bloße Strahlung verstand, sondern als universelle Schöpfungskraft — den Atem des Kosmos, aus dem alle Form entsteht. Und er teilt den visionären Impuls von Otto Piene, dessen Sky Art den Himmel selbst zur Leinwand machte und Licht in den öffentlichen Raum entließ.

Aus diesen Lichtkunstphänomenen — vergänglich, einmalig, nie wiederholbar — entstehen einzigartige NFTs: digitale Zeugnisse eines Moments, in dem Licht sich selbst porträtiert hat. Jedes Werk ist ein Atemzug aus Licht, geprägt auf der TON Blockchain und über Getgems erhältlich.

Wer er ist, verrät sein Werk. Mehr braucht es nicht.

Goethe

Farbenlehre

Schopenhauer

Wahrnehmung

Walter Russell

Licht & Kosmos

Otto Piene

Sky Art